Oper! 100 Jahre Opernarchitektur in Danzig
Kurator: Klaudiusz Grabowski
Zusammenarbeit: Andrzej Zagrobelny
Raumgestaltung: Alicja Wódecka
Malerische Umsetzung: Anna Kołodziejczyk
Grafisches Erscheinungsbild: Ania Witkowska
Partner der Veranstaltung: Opera Bałtycka
Dauer: 03.07.–04.10.2026, Eintritt frei
Ort: GCSW, ul. Powroźnicza 13/15
Oper ist eine totale Kunstform – sie vereint Musik, Theater, Literatur, Tanz und bildende Kunst. Sie ist eine relativ junge Gattung, die vor gut 400 Jahren in Italien entstand. Bereits 1646 hielt die Oper Einzug in Danzig. Anlässlich des Besuchs von Königin Ludwika Maria Gonzaga wurde hier damals „Die Liebe von Amor und Psyche“ von Marco Scacchi aufgeführt. Dies geschah auf Wunsch ihres frisch vermählten Gatten, König Władysław IV., der als großer Opernliebhaber diese kostspielige Kunstform an die Weichsel brachte. So besitzt Danzig neben Warschau heute die längste Operntradition Polens.
Das prächtige Schauspiel zu Ehren der Königin hatte keine größeren Auswirkungen auf die Entwicklung der Opernkunst in Danzig. Da es an einem geeigneten Gebäude fehlte, mussten sich die Theaterbesucher in der Fechtschule drängen. Sie diente als „multifunktionale“ Bühne für verschiedenste Aufführungen, aber auch für zirkusartige Unterhaltung – Seiltänzer-Vorführungen oder Tierhetzen. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde auf Initiative und mit Spenden der Danziger Bürger mit dem Bau eines Theaters am Targ Węglowy begonnen. Leider wurde Danzig bereits im 19. Jahrhundert zu einem verarmten, provinziellen Zentrum, weshalb das bescheiden dimensionierte Theatergebäude auch als Opernbühne dienen musste.
In der Ausstellung werden Objekte aus folgenden Sammlungen gezeigt: Archiwum Akt Nowych, Archiwum Państwowego w Gdańsku, Archiwum Wydziału Urbanistyki i Architektury Urzędu Miasta Gdańska, Bałtycka Biblioteka Cyfrowa, Instytut Sztuki Polskiej Akademii Nauk, Mazowiecka Biblioteka Cyfrowa, Muzeum Gdańska, Muzeum Narodowe w Gdańsku, Narodowe Archiwum Cyfrowe, Opera Bałtycka, Polska Akademia Nauk Biblioteka Gdańska, Pomorska Biblioteka Cyfrowa, Społeczny Komitet Wsparcia Budowy Metropolitalnej Opery Bałtyckiej w Gdańsku, Stowarzyszenie Architektów Polskich, Teatr Wybrzeże, sowie aus der Sammlung der Familie Olędzki. Sowie architektonische Entwürfe von: Daniel Olędzki, Władysław Czerny, Adam Kühnel, Tomasz Kempski, Tadeusz Lepczak, Adam Matoń, Witold Wierzbicki, Tomasz Ciołek, Stefan Kuryłowicz, Andrzej Nasfeter, Tadeusz Nasfeter, Danuta Olędzka, Włodzimierz Prochaska, Ernst Schade, Adolf Stahl, Peter Jurgensen, Jürgen Bachman, Franz Josef Weiss, Rudolf Jacobs, H. Beck, Herbert Strumpff, Oskar Grothe, Johannes Grothe, Kurt Hempel, Paul Kadereit, Otto Frick, Gustav Patzwaldt. Und Autorenarbeiten von: Olga Siemaszko, Janusz Adam Krassowski, Andrzej Sadowski, Marian Kołodziej, Marcin Dymiter, Max Kohyt sowie Tadeusz Linek. Mäzen der Sammlung Theaterfotografie von Tadeusz Linek ist Port Lotniczy Gdańsk. Für die Unterstützung bei der Recherche danken wir der Leitung und den Mitarbeitern aller Institutionen. Besonderer Dank gilt Herrn Jan Olędzki, Piotr Stasiowski, Direktor des Muzeum Narodowe w Gdańsku, Zbigniew Canowiecki, Vorsitzendem des Społeczny Komitet Wsparcia Budowy Metropolitalnej Opery Bałtyckiej w Gdańsku, sowie Romuald Wicz-Pokojski, Direktor der Opera Bałtycka. Medienpartner: HUS Magazine, NN6T, SZUM, gdansk.pl, Gazeta Wyborcza Trójmiasto, Teraz!, Prestiż Magazyn Trójmiejski, Radio Gdańsk, Teraz!, trojmiasto.pl Partner: Opera Bałtycka Gdańskie Centrum Sztuki Współczesnej ist eine neue städtische Kultureinrichtung, die am 8. April 2026 ihre Tätigkeit aufgenommen hat. Sie entstand aus dem Zusammenschluss des Centrum Sztuki Współczesnej Łaźnia und der Gdańska Galeria Miejska. Das GCSW ist an fünf Standorten in Danzig tätig – im historischen Stadtzentrum, in der Niederstadt und in Neufahrwasser. Die gesamte Ausstellungsfläche der Institution beträgt 900 m². Die Institution realisiert ein Programm zeitgenössischer Kunstausstellungen, ein Vermittlungs- und Bildungsprogramm, soziale Aktivitäten sowie das Studiokino KinoPort. Sie arbeitet mit Künstlern und Partnern aus Polen und dem Ausland zusammen. MEDIENKONTAKT Michał Harat m.harat@gcsw.pl +48 693 660 004 Webseite: www.gcsw.pl