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Modelle der Gemeinschaft – eine Ausstellung zum Spielen

Modelle der Gemeinschaft – eine Ausstellung zum Spielen

25.07–13.12.2026
Standort

Wenn es von Ihnen abhinge, wie würde Ihr Stadtviertel aussehen?

Im Ausstellungssaal des Gdańskie Centrum Sztuki Współczesnej ist eine kleine Stadt entstanden – ein Prototyp mit Platz, Beischlag und einem Kletterturm nach Art eines Wellenhochhauses. Das Architekturduo BudCud schuf eine eigene Interpretation der legendären Aktion von Palle Nielsen, der 1968 in die Räume des Stockholmer Moderna Museet die kindliche Freiheit brachte. Er gestaltete einen Raum ohne Gebote, Verbote und Normen. Durch das Spiel gewannen die Kinder Handlungsmacht.

Die Danziger Ausgabe lädt dazu ein, das Umfeld und die Beziehungen zu anderen nach eigenen Regeln zu gestalten. Dies ist keine typische Ausstellung, sondern ein öffentlicher Ort, den Kinder nach ihren Bedürfnissen bauen können. Und was öffentlich ist, ist auch gemeinsam.

Der Versuch, eine radikale Geste aus den 1960er-Jahren aufzugreifen, wirft heute neue Fragen nach der Rolle der Kunstinstitutionen und nach der Qualität öffentlicher Räume auf. Behandeln wir Kinder als erwünschte und vollwertige Nutzer gemeinsamer Orte? Wie sollten wir Städte gestalten, um die Selbstständigkeit der Jüngsten zu fördern, ohne um ihre Sicherheit zu fürchten? Wie lässt sich erreichen, dass ein städtischer Platz zum Ort gemeinsamer Ereignisse wird?

Die Gemeinschaftsmodelle werden dies auf die Probe stellen. Von den Kindern wird abhängen, welche Wege entstehen und wohin sie führen. Ob sie in Gruppen oder allein gestalten. Ob sie sich ausruhen oder umherlaufen. Die Ausstellung ist eine Einladung zum Miteinander und zum Erlernen gegenseitiger Verantwortung – denn selbst im Raum des Spiels hat die Freiheit ihre Grenzen. Manchmal muss man nachgeben oder um Unterstützung bitten.

Organisator